02
Mai
2012
|
18:19
Europe/Amsterdam

Nominierte überzeugen mit Tageslicht-Konzepten für mehr Raumkomfort

Fünf vorbildliche Projekte im Rahmen des VELUX Architekten-Wettbewerbs nominiert / Newcomer-Sonderpreis geht an RKA Architekten / Unterlandstättner Architekten erhält Innovationspreis für herausragende Modernisierungsprojekte im Wohnungsbau

 

In diesem Jahr bewarben sich Architekturbüros mit 58 Projekten für den VELUX Architekten-Wettbewerb. „Bei vielen Einreichungen war der Aspekt Tageslicht konzeptionell sehr spannend eingebunden“, erklärte der Jury-Vorsitzende Peter Brückner von Brückner & Brückner Architekten. „Die vielen qualitativ sehr hochwertigen Bewerbungen haben uns die Auswahl nicht leicht gemacht, aber nach einem strengen Auswahlverfahren haben wir uns letztendlich für fünf herausragende Arbeiten entschieden.“

 

Der unabhängigen Jury gehörten neben Peter Brückner auch Vorjahressieger Dietmar Wintschnig (AG horizont) sowie Ulrike Brandi (ULRIKE BRANDI LICHT), Claus-Peter Haller (Chefredakteur „house and more“), Meike Weber (Chefredakteurin „DETAIL transfer“), Dr. Ansgar Steinhausen (Ressortleiter Architektur „HÄUSER“) und Christian Krüger (Leiter Architektur-Planung VELUX Deutschland GmbH) an.

 

„Mit dem Wettbewerb möchten wir Architekten unterstützen, die sich mit innovativen Entwürfen um die Zukunft des Bauens und Wohnens verdient machen. Dazu gehört für uns ganz entscheidend der kreative Umgang mit den Themen Licht und Luft“, erklärt Dr. Sebastian Dresse, Geschäftsführer der VELUX Deutschland GmbH. „Insbesondere freuen wir uns über die große Zahl von eingereichten Sanierungs- und Umbauprojekten, aus der wir den Preisträger des diesjährig erstmals verliehenen Innovationspreises für herausragende Modernisierungsprojekte im Wohnungsbau wählen konnten. Dies zeigt die hohe Bedeutung und starke gesellschaftliche Relevanz dieses Segments.“

 

Die nominierten Projekte spiegeln das vielfältige Spektrum der Bewerbungen wider: So verwandeln Franke Seiffert Architekten das zentrale Foyer des Neubaus des Katholischen Kinderhauses Sankt Martin in einen lichtdurchfluteten Raum und inszenieren mit dem Lichteinfall durch eine Vielzahl von Dachfenstern die differenzierten Raumgeometrien. DODK zeigen mit dem Dachstudio Hamburg, wie mit Dachfenstern auf beiden Seiten des Satteldachs im Dachgeschoss eines Reihenhauses aus den 1970er-Jahren eine außerordentliche Raum- und Wohnqualität entstehen kann. Mit dem Projekt „Wohnen unterm Dach“ schuf BCT Architekt in einem ehemals ungenutzten Dachboden drei Mietwohnungen, deren offene Wohn-, Küchen- und Eingangsbereiche durch unterschiedliche Tages- und Lichtsequenzen besonders erlebbar werden. Beim Kirchenneubau in Platendorf überzeugte Ulrich Arndt die Jury mit dem ungewöhnlichen Vorschlag, Licht, das durch Dachfenster in den Raum fällt, durch Holzlamellen so zu filtern, dass die besondere Lichtsituation eine stimmungsvolle, sakrale Ästhetik im Innenraum kreiert. Unterlandstättner Architekten machen bei der Sanierung der denkmalgeschützten „Villa in München-Solln“ mithilfe von Dachfenstern den Dachspitz nutzbar und unterstützen mit den dem Sonnenverlauf folgenden Lichtstimmungen die Qualität des Altbaus.

 

Zum ersten Mal vergab die Jury in diesem Jahr einen mit 5.000 Euro dotierten Innovationspreis für Modernisierungsprojekte im Wohnungsbau. Die Wahl fiel auf Unterlandstättner Architekten mit ihrem auch für den Architekten-Wettbewerb nominierten Projekt „Villa in München-Solln“. Die Sanierung der denkmalgeschützten Villa von 1902 zeigt nach Ansicht der Jury, dass sensible und zugleich innovative Modernisierungen möglich sind, ohne den historischen Charakter eines Gebäudes mit wertvoller Architektur zu verändern.

 

Mit dem in diesem Jahr zum dritten Mal vergebenen Sonderpreis für junge Architekturbüros und junge freischaffende Architekten zeichnete die Jury RKA Architekten für das Projekt „Leuben lebt“ aus. Die Sanierung einer alten Scheune aus dem 18. Jahrhundert und deren Umbau zum Gemeindesaal überzeugte die Jury mit der ungewöhnlichen Idee, eine Reihe Dachfenster über der Balkenlage in der Dachschräge zu platzieren und dadurch eine gute und gleichmäßige Lichtsituation zu schaffen. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

 

Die Nominierten des VELUX Architekten-Wettbewerbs 2012 werden im Bauherrenmagazin „house and more“ der Öffentlichkeit präsentiert. Dann stimmen die Leser über die drei Sieger ab. Ihnen winkt ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro. Alle nominierten und ausgezeichneten Projekte werden in einer Dokumentationsbroschüre, die dem Architekturfachmagazin „DETAIL“ beigelegt wird, umfassend vorgestellt. Darüber hinaus hat der Wettbewerbs-Gewinner die Möglichkeit, im Rahmen einer exklusiven VELUX Anzeigenkampagne in zahlreichen, renommierten Fachmedien vorgestellt zu werden. Das Gewinnerobjekt des Innovationspreises Modernisieren wird vom Architekturmagazin „HÄUSER“ ausführlich dokumentiert.