Himmlische Verwandlung
Umbau eines 70er Jahre Kettenbungalows zu hellem, zeitgemäßem Altersruhesitz
Hamburg, September 2025. Im Jahr 1974 wurde der eingeschossige Kettenbungalow gebaut und von dem verantwortlichen Architekten auch über 40 Jahre bis zu seinem Tod bewohnt. Nun ist das Ehepaar Hermann* mit ihrem vierbeinigen Mitbewohner in das Einfamilienhaus in Schleswig-Holstein gezogen und hat das Objekt umfangreich saniert und modernisiert. Von dem dunklen 70er Jahre Flair haben die Herrmanns nichts mehr übrig gelassen. Das Entfernen einiger Wände sowie die Integration neuer Velux Flachdach-Fenster verwandeln den vormals teils verwinkelten und dunklen Kettenbungalow in lichtdurchfluteten Wohnraum auf einer Ebene. Die bewusste Entscheidung für Weiß und Hellgrau als dominierende Farben in der Inneneinrichtung trägt zu einem modernen Ambiente bei. Damit bietet das neue Heim eine barrierearme Bleibe, in der sich das Ehepaar dank der ihren Ansprüchen angepassten Raumgestaltung bis ins hohe Alter wohlfühlen kann.
Ob der alleinige Grund für den Umzug der Kaninchendackel Bruno war, da sind sich die neuen Besitzer nicht mehr sicher. Fest steht jedoch, dass bei der Suche nach einer neuen Bleibe beiden wichtig war, ein ebenerdiges Haus zu finden, welches ihre Ansprüche an einen angemessenen Altersruhesitz erfüllt – für sich selbst sowie für ihren Dackel Bruno. Zuvor lebten Thomas und Kerstin Hermann* in einer zweigeschossigen Penthouse-Dachgeschosswohnung ohne Fahrstuhl. Die vielen Treppen machten Bruno aufgrund seines fortschreitenden Alters sehr zu schaffen und so entschied sich das Ehepaar für ein Einfamilienhaus im Kettenbungalow-Stil in Boostedt bei Neumünster. „Wenn wir ehrlich sind, war es uns perspektivisch natürlich auch wichtig, keine Treppen mehr steigen zu müssen. Wir werden ja auch nicht jünger und das sollte schon unser letztes Haus sein“, gibt Kerstin Hermann zu. Insgesamt verfügt der Bungalow über eine Wohnfläche von 112 m² auf einem 570 m² großen Grundstück.
Architektenhaus auf einer Ebene
Ein Architekt hatte den Kettenbungalow Mitte der 70er Jahre für sich selbst gebaut und zu diesem Zeitpunkt mit der individuellen Gestaltung den Zeitgeist getroffen. Doch was in den 70er Jahren noch modern war, trifft heute weder aktuelle Wohntrends, noch entsprach es den Vorstellungen des Ehepaares Hermann von ihrem Traumhaus. Optisch dominierten roter Backstein, Terrakotta-Fliesen und holzvertäfelte Decken. Der Grundriss des Kettenbungalows war den Hermanns zu kleinteilig und einige Bereiche schlicht zu dunkel. Das lag auch an der Bauform dieser speziellen Variante des herkömmlichen Bungalows, der auch unter dem Begriff Reihenbungalow bekannt ist. Die einzelnen Häuser werden bei diesem Gebäudetyp mit jeweils L-förmigen Grundrissen aneinandergebaut. Da die direkt an das Nachbargrundstück grenzenden Mauern jeweils fensterlos sind, entstehen zwischen den einzelnen Baukörpern Freiflächen für Atrien, die mehr Privatsphäre auf dem Grundstück als ein klassisches Reihenhaus bieten.
Metamorphose zur Moderne
Damit der Bungalow den Ansprüchen der Hermanns entsprechen würde, standen also umfassende Modernisierungsarbeiten an. Heute ist er kaum wiederzuerkennen: Dank abgerissener Wände beeindruckt der Kettenbungalow durch einen deutlich offeneren Grundriss mit einem wesentlich größeren Bad. Er wirkt zudem mit seiner modernen hellen Farbgestaltung und Einrichtung, die sich durch das ganze Haus zieht, deutlich freundlicher. Aufgrund der zwei komplett geschlossenen Außenwände und der nur in der Küche für Fenster geöffneten vorderen Hausfront, war es besonders wichtig, zusätzliches Licht in die Tiefe des Raumes zu holen. Dies ist heutzutage dank moderner Oberlichter mit hervorragender Wärmedämmung ohne Einbußen bei der Energieeffizienz eines Hauses möglich. Bereits in den 1990er Jahren erhielt das Flachdach des Hauses eine neue Dachhaut und in diesem Zuge auch drei Lichtkuppeln. Diese wurden bei der Sanierung 2018 gegen Velux Flachdach-Fenster ausgetauscht, von denen zudem auch noch je ein zusätzliches im Bad und Wohn-/Essraum installiert wurde. Sie wählten bewusst die Variante Konvex-Glas. Durch das nur dezent gebogene Glas integrieren sich die Fenster sehr harmonisch in die Dachfläche. Das Regenwasser läuft trotzdem problemlos von der Scheiben-Oberfläche ab. Dank der Konstruktion mit waagerecht im Aufsetzkranz integrierter Isolierglasscheibe und außenliegender leicht gewölbter Glasscheibe punkten die Velux Flachdach-Fenster auch mit einer hervorragenden Wärmedämmung. Im ganzen Haus wurden ebenfalls Leitungen für Wasser und Strom erneuert. Bei den Umbaumaßnahmen wurde stets Wert auf hochwertige Materialien gelegt. Auch kleine Besonderheiten, wie ein Kaminofen mit Bio-Ethanol, wurden in diesem Zuge eingebaut. Da die Hermanns viele Eigenleistungen erbrachten, schafften sie es, dass die Baukosten schlussendlich nicht mehr als 100.000 Euro betrugen.
Zeitgemäßer Wohncharakter mit viel Licht
Das Ehepaar ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Das deutlich moderner und freundlicher wirkende Haus wird über einen Windfang betreten, durch den man direkt in den offen gestalteten Ess- und Wohnbereich mit einer Wohnfläche von 52 m² gelangt. Um den Wohnbereich noch weitläufiger wirken zu lassen, haben die Bauherren entsprechend Wände durchbrochen. „Der große Wohnbereich ist das Herz des Hauses. Deswegen war es uns ein besonderes Anliegen, diesen Raum zur Küche hin zu öffnen und mit viel Licht zu füllen. Durch ein zusätzliches Fenster im Flachdach erhält der Essbereich noch mehr Lebensqualität. Wenn man sich nach dem Essen entspannt zurücklehnt, kann man auch mal den freien Blick in den Himmel genießen“, erklärt Thomas Hermann begeistert. Auch im Sommer bleibt das Raumklima des Bungalows übrigens angenehm, da alle der insgesamt fünf Flachdach-Fenster mit Hitzeschutz-Markisen ausgestattet sind. Die Markise befindet sich zwischen der Isolierglasscheibe und dem Konvex-Glas. Dank des transparenten Netzstoffes fällt trotzdem noch ausreichend Licht in den Raum.
Links vom Windfang geht es in die zum Wohn- und Essbereich hin offene Küche mit kleinem Abstellraum. Rechts vom Wohnraum erschließt ein Flur, der durch ein Oberlicht mit Tageslicht versorgt wird, den westlichen Teil des Hauses mit dem Schlaftrakt. Dieser besteht aus zwei Schlafzimmern, Bad, Gäste-WC und Abstellraum. Zusätzliche Flachdach-Fenster setzte das Ehepaar Hermann in dem sich ebenfalls im Westteil befindenden Badezimmer ein. Nicht nur, weil dies einer der privatesten Räume ist, in dem sich natürliches Licht von oben ohnehin schon optimal anbietet. Da sich eins der beiden Flachdach-Fenster elektrisch öffnen lässt, kann die Entlüftung von Feuchtigkeit schnell und sehr effektiv erfolgen.
Fazit
Nicht nur Bruno ist mit seinem neuen ebenerdigen Zuhause zufrieden. Auch das Ehepaar Hermann freut sich sehr auf die Zukunft im wundersam verwandelten 70er Jahre Bungalow. „Wir hatten von Beginn an genaue Vorstellungen, wie wir den Umbau gestalten möchten. Trotzdem ist es beeindruckend, das Ergebnis dann in der Realität zu sehen. Wir werden uns noch viele Jahre daran erfreuen können“, so Kerstin Hermann.
Bautafel
| Projekt | Sanierung und Modernisierung „EFH Boostedt“ |
| Baujahr/ Maßnahme | 1974/ 2018 |
| Baukosten | 100.000 € |
| Grundstücksgröße | 570 m² |
| Wohnfläche | 112 m² |
| Bauweise | massiv |
| Energiestandard | Energiepass Werteklasse H, Kennwert 255,50 |
| Heiztechnik | Gasheizung mit Brennwerttechnik |
| Produkte | Velux Produkte: · 2 x Velux Flachdach-Fenster Konvex-Glas, · 2 x Velux Flachdach-Fenster Konvex-Glas, · 1 x Velux Flachdach-Fenster Konvex-Glas, · Velux Zubehör: · 5 x Velux Hitzeschutz-Markise, solarbetrieben |