19
Mai
2026
|
15:06
Europe/Amsterdam

Urbane Höhenlage

In einem Hamburger Szeneviertel entsteht ein luftiges Kleinod unter dem Dach

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Hamburg, Mai 2026. Nach außen eher unscheinbar wirkt der geradlinige Zweckbau aus den frühen 50er Jahren im Hamburger Szeneviertel Sternschanze. Ein Ausbau bescherte der Immobilie nun zusätzliche 150 Quadratmeter Wohnfläche mit modernster Ausstattung unter dem Dach. Um hier ein lichtdurchflutetes Ambiente zu schaffen, setze Architekt Babis C. Tekeoglou bei der Lichtplanung gezielt auf zusätzlichen Tageslichteinfall durch Velux Flachdach-Fenster.

In Hamburg ist Wohnraum Mangelware, ganz besonders in gefragten Stadtteilen wie der Sternschanze im Osten Hamburgs. In dem Szeneviertel haben sich zahlreiche kleine Läden, Bars und alternative Kulturangebote angesiedelt, denen junge und kreative Menschen ins Viertel hinterher zogen. Als hier für ein sechsstöckiges Mehrfamilienhaus eine energetische Fassadensanierung sowie die Modernisierung von Treppenhaus und Eingangsbereich anstand, wollte die Eigentümergemeinschaft deshalb auch gleich zusätzlichen Wohnraum schaffen. Insgesamt zwölf Mietparteien beherbergte das Rotklinkerhaus bisher, im Erdgeschoss ist ein Sport-Einzelhandel beheimatet. Potenzial für die gewünschte Wohnraumerweiterung bot der einstige Dachboden des Gebäudes, der sich mit rund 220 Quadratmetern über die gesamte Grundfläche des Hauses erstreckt. Nach Plänen des Hamburger Architektenbüro BCT ARCHITEKT unter Verantwortung von Babis C. Tekeoglou fand in neun Monaten eine beeindruckende Metamorphose statt: Wo früher vergessene Kisten und ausrangierte Möbel lagerten, entstanden unter einer neuen Dachkonstruktion in Trockenbauweise drei moderne urbane Wohneinheiten.

Männer-WG unter dem Dach

Eine der drei neuen Wohnungen bewohnen Malte Bach und Tobias Hahnemann. Als es die beiden, die seit ihrer Studienzeit in Münster befreundet sind, zufällig zur gleichen Zeit nach Hamburg verschlug, gründeten sie kurzerhand eine Männer-WG. Für den Grafiker und den angehenden Berufsschullehrer erwies sich das neue Zuhause als echter Glücksgriff. Neben der angesagten Lage schätzen die beiden vor allem die Vorteile des Dachgeschosses: „Hier trampelt uns niemand auf dem Kopf herum – und ein Feierabendbier schmeckt über den Dächern der Stadt besonders gut“, sagt Lehramtsreferendar Malte Bach. Nebenan befinden sich auf der neu entstandenen Wohnetage zwei weitere Wohnungen, eine davon hat knapp 30 Quadratmeter  die zweite knapp 50 Quadratmeter Wohnfläche. Damit bewohnt die Zweier-WG die größte Einheit unter dem Flachdach: Auf über 71 Quadratmetern erstreckt sich ihre Drei-Zimmer-Wohnung. Deren Ambiente profitiert optimal von der „urbanen Höhenlage“: Jede Menge Tageslicht lässt alle Räume luftig und hell wirken. Dafür öffnete Babis C. Tekeoglou das Flachdach an insgesamt vier Stellen der Wohnung mit Oberlichtern. Im innenliegenden Bad wählte der Architekt Velux Flachdach-Fenster in der elektrisch betriebenen Variante, die sich per Funksteuerung öffnen und damit auch zum Lüften nutzen lässt. In der übrigen Wohnung entschied er sich für die festverglaste Ausführung.

Dem Hamburger Himmel so nah

Von dieser Offenheit profitiert vor allem das Herzstück der Wohnung: Ein rund 30 Quadratmeter großer, loftartiger Raum, der Wohn-, Ess- und Kochbereich beherbergt. Nur ein einziger Stützbalken und ein Deckenbalken, der sich über die gesamte Raumlänge zieht, erinnern an die „dunkle Dachbodenvergangenheit“ der Etage – dank weißem Anstrich treten jedoch beide dezent in den Hintergrund. Dominierendes Stilelement sind zwei Velux Flachdach-Fenster mit Festverglasung, die direkt über dem Esstisch für natürlichen Tageslichteinfall sorgen. „Wenn mich die Sonne schon am Frühstückstisch begrüßt, freue ich mich einfach auf den Tag. Ich sitze beruflich viel am Bildschirm und weiß deshalb die besondere Stimmung zu schätzen, die nur durch natürliches Licht entsteht“, erzählt Grafiker Tobias Hahnemann. Naturmaterialien verleihen dem Raum eine gemütliche Atmosphäre: Wie in nahezu allen Räumen der Wohnung ist hier hochwertiges Echtholzparkett verlegt. Das Thema Holz greifen sowohl der Esstisch als auch die Anrichte auf. Für zeitgemäßen Komfort sorgt eine Fußbodenheizung, die mit Fernwärme versorgt wird.

Nach oben offen präsentiert sich auch das Schlafzimmer von Tobias Hahnemann. In dem 16-Quadratmeter-Raum gibt ein Oberlicht mit Festverglasung den Blick auf den Himmel frei – sofern der nicht Hamburg-typisch wolkenverhangen ist. „Morgens genügt ein Blick nach oben und ich weiß gleich nach dem Aufstehen, ob ich auf dem Weg zur Arbeit einen Schirm oder eher eine Sonnenbrille brauchen werde“, sagt Hahnemann.

Hier gilt das Frischluftprinzip

Einen weiteren Beitrag zur luftigen Atmosphäre der Wohnung leisten auch die großformatigen Glasschiebetüren, die sich zur 3,45 Quadratmeter großen Loggia öffnen. Hier haben sich die beiden jungen Männer eine Erweiterung des Wohnbereichs geschaffen, der sowohl Platz für eine gemütliche Couch als auch für Liegestühle im Sommer bietet. Dieses nach Südwesten ausgerichtete „Frischluftzimmer“ ist im Rahmen des Dachgeschossausbaus völlig neu entstanden.

Frischluft gibt es selbst im Badezimmer, wo auf gut drei Quadratmetern Dusche, Toilette und Waschbecken untergebracht sind. Dass der kleine, innenliegende Raum trotzdem nicht eng wirkt, liegt an einem 60x90cm-großen Flachdach-Fenster von Velux: Es erhellt das Bad tagsüber mit natürlichem Licht und öffnet den Blick auf den Himmel über der Hansestadt. Zudem ist das elektrische Flachdach-Fenster im Zusammenspiel mit den Fassadenfenstern fester Bestandteil des Lüftungskonzepts. Ist zusätzlich beispielsweise auch die Glastür zur Loggia geöffnet, sorgt der sogenannte Kamineffekt für einen raschen Luftaustausch und angenehme Kühlung im Sommer: Dabei kommt die Eigenschaft warmer Luft, nach oben zu steigen, zum Tragen. Die verbrauchte Luft entweicht oben aus dem Fenster, während unten über die Loggia frische Luft nachströmt. Sicherheit ist dabei Pflicht: Das Flachdach-Fenster verfügt über Regensensoren – ein absolutes Muss beim sprichwörtlichen Hamburger „Schiet-Wetter“.

Wenn es draußen derart ungemütlich ist, wird die luftige WG nicht selten zum zentralen Anlaufpunkt für den kompletten Freundeskreis der beiden: „Es ist nicht nur einmal passiert, dass wir uns hier mit Freunden trafen, um gemeinsam um die Häuser zu ziehen – aber dann doch lieber den ganzen Abend hier oben verbrachten“, erzählt Malte Bach.

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